November
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Newsletter Isa-Home 2020

Kein Indien 2020 !!!!

In diesem Jahr konnten wir unsere indische Familie leider nicht besuchen. Corona hat all unsere Reiseplanungen scheitern lassen. Aufgrund der zur Zeit rasant steigenden Infektionen in Indien (jede Sekunde infiziert sich eine Person an Corona), scheinen wir wohl auch nicht vor Mitte des Jahres 2021 wieder nach Indien reisen zu können.

Die gute Nachricht, allen, in unserer Einrichtung wohnenden Personen geht es gut und alle sind gesund !!!

Vor 2 Jahren haben wir die Vorrichtungen und den Zugang zum Internet schaffen lassen und somit besteht praktisch täglich Kontakt zu den Kindern und unserem Leiter.

Seit Beginn der Pandemie befinden sich die Jugendlichen, die an den Universitäten, Colleges und Schulen unterrichtet wurden, in unserem Haus. Mittlerweile haben auch die öffentlichen Einrichtungen den medialen Weg „entdeckt“. Aber viele Inder verfügen über kein Internet und so wird der Unterricht über WhatsApp oder über das lokale Fernsehen übermittelt.

Nach dem 1. Lockdown war, durch die Schilderungen verschiedener Inder, mit denen wir kontinuierlich kommunizieren, abzusehen, dass die frühzeitige Aufhebung zu einem großen Problem werden könnte, was sich dann im 2. Lockdown auch bewahrheitet hatte. Indien hat a) nicht die Möglichkeiten im großen Stil zu testen b) keine medizinische Versorgung und c) ein komplett anderes Verhältnis bezüglich Nähe zu anderen Personen. Das Ganze wird dann noch durch die unendliche Armut getoppt.

So haben wir auf Initiative eines Sponsors eine blinde Familie aufgesucht und versorgen diese monatlich mit Lebensmitteln, damit sie überleben können.

Als weitere Hilfsmaßnahme wurde veranlasst, dass an der Straße vor unserem Gebäude für die vielen vorbeiziehenden Tagelöhner ein Tisch aufgestellt wurde, so dass sie die Möglichkeit haben, sich mit Wasser und Reis zu versorgen.

Es ist sogar gelungen, den Schülern der 12. Klasse den Abschluss digital zu übermitteln. Somit ist offiziell, dass unsere Vinitha, Meenashi, Naveena, Poja und Kaviya den Abschluss des sog.  „Abitur‘s“ geschafft haben. Drei der Mädchen warten zurzeit auf die Möglichkeit, mit der Ausbildung zur Krankenschwester zu beginnen, Poja und Kaviya, die beide studieren möchten, müssen leider warten, wie die indische Regierung mit den Studienanfängern umgeht.

Alle anderen Kinder werden mit großem Enthusiasmus von Jessica und Sophie in Englisch, Mathematik, Physik und Tamil, zusätzlich zu den täglichen Internetunterweisungen, unterrichtet.

Sophie hat ihr Studium in Bio-Chemie erfolgreich abgeschlossen und wollte, aufgrund einer gewonnenen Ausschreibung, im August nach Chennai reisen, um dort als Trainee in einem Chemiekonzern tätig zu sein. Wir konnten Sophie überzeugen, zurzeit nicht im Corona-hotspot Chennai mit einer Tätigkeit zu beginnen, auch wenn viele Tränen geflossen sind……

Da der Unterricht innerhalb der Woche nur stundenweise erfolgt, nutzen die Kinder u. a. die Möglichkeit, sich auch um andere Dinge, wie zum Beispiel Plätzchen backen, Gemüseernte etc. zu kümmern. Die Plätzchen bereiten sie mit großer Leidenschaft zu. Die Rezepte und Anleitungen stammen von unserer Langeooger Zahnärztin Dr. Gabriele Hübener, die sich in den letzten Jahren zu Weihnachten in unserem Projekt für mehrere Wochen aufhielt.

Die Buchhaltung und Belegprüfung, die wir ansonsten vor Ort vornahmen, wird jetzt ebenfalls digital erledigt.

Weiterhin noch eine sehr schöne Nachricht: In unserem letzten Newsletter hatten wir von der Hochzeit von Emil und Gracy berichtet. Anfang des Jahres wurde Ihr erstes Kind geboren. Wir hatten wieder die Ehre, dem Jungen einen Namen zu geben und haben uns in Gedenken an unseren Alex für den Namen: Alexander-Emil-Singh entschieden.

Anbei, wir gewohnt, einige Bilder und Eindrücke über die aktuelle Situation im Projekt.

Liebe Sponsorinnen und Sponsoren, auch dieses Jahr hat unser Projekt eine weitere Entwicklung, wenn auch durch Corona bedingt, ganz anders, erfahren.

Ohne Ihre Mithilfe wäre dies alles nicht möglich gewesen! Für Ihre Unterstützung sind wir Ihnen sehr dankbar und möchten uns, auch im Namen unserer Kinder und unseres Leiters nebst Familie, wieder sehr herzlich bei Ihnen bedanken.

Mit herzlichen Grüßen

Andreas und Dörte Bölts

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